Naturpark Altmühltal

Der Naturpark Altmühltal ist ein Naturpark in Bayern, dessen Ausdehnung fast deckungsgleich mit der naturäumlichen Haupteinheit Südliche Frankenalb ist. Er reicht nördlich der Donau von Gunzenhausen im Nordwesten und Donauwörth im Südwesten bis nach Kelheim im Osten und wird vom namens gebenden Altmühltal in eine nördliche und eine südliche Hälfte unterteilt.

Wandern

  • Altmühltal-Panoramaweg: Seit dem Jahr 2005 führt der Altmühltal-Panoramaweg von Gunzenhausen nach Kelheim. Auf der 200 km langen Strecke wandert man unter anderem durch die Städte/Ortschaften Treuchtlingen, Pappenheim, Eichstätt, Kipfenberg, Beilngries und Riedenburg. Seit 2006 ist diese beliebteste Wanderroute im Naturpark Altmühltal als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet.

  • Jakobsweg von Nürnberg nach Eichstätt (97 km): Von Nürnberg über Thalmässing nach Eichstätt. Ca. 35 km des Weges führen durch den Naturpark Altmühltal.

  • Der ostbayerische Jakobsweg (155 km) von Eschlkam nach Donauwörth. Er führt von Kelheim bis Donauwörth durch den Naturpark Altmühltal.

  • Jurasteig (230 km): Dieser Wanderweg ist ein Rundweg durch den Oberpfälzer Jura. 70 km davon verlaufen durch den Naturpark Altmühltal.

  • Limesweg (150,7): Er führt entlang des Limes von Wilburgstetten bis Eining, einem Ortsteil von Neustadt an der Donau, nördlich von Bad Gögging. Dabei wandert man entlang von Wacholderheiden oder Buchenwäldern, freigelegten römischen Thermen, rekonstruierten Wachttürmen und Limeskastellen.

      Radfahren

  • Altmühltal-Radweg (166 km): Relativ flache Strecke entlang der Altmühl

  • Deutscher Limes-Radweg (818 km): Von Bad Hönningen nach Regensburg. Dabei verlaufen 115 km durch den Naturpark Altmühltal zwischen Theilenhofen undKelheim entlang des Limes.

 

Klettern

Burgstein bei Dollnstein

Im Frankenjura finden sich für jeden Klettertyp geeignete Routen.

  • Dollnstein: Burgstein mit über 30 Routen

  • Konstein/Aicha: Dohlenfelsen (59 Touren/35 Meter), Turm Madonna (16 Routen/25 Meter); Kinderkletterfelsen „Asterix und Obelix“

  • Hochseilgärten: Naturerlebnis- und Waldhochseilgarten am Beilngrieser Hirschberg, Hochseilpark Pappenheim, Hochseilgarten Sausthal

Fossilien

Im Naturpark Altmühltal gibt es zahlreiche Steinbrüche, in denen Plattenkalk abgebaut wird. Diese Plattenkalke sind aus den Lagunen des Jurameers entstanden und so sind hier auch zahlreiche Versteinerungen zu finden. Besuchersteinbrüche bieten die Möglichkeit, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen.

Orte

Am Flusslauf der Altmühl, flussabwärts sortiert, zwischen den Ortschaften Windsfeld und Gundelsheim beginnt der Naturpark.

  • Treuchtlingen: In der Altmühltherme des Thermalbadeortes kann man sich entspannen, aber auch sportlich aktiv sein.

  • Pappenheim: Inmitten des Naturparks an einer Schleife der Altmühl gelegen. Über der Stadt befindet sich die Burg Pappenheim. Zu besichtigen sind dort die Burgkapelle, der Bergfried, die Folterkammer und mehr.

  • Dollnstein − Ab der Ortschaft Dollnstein weitet sich schlagartig das enge Tal. Hier fließt die Altmühl durch ein früheres Tal der Donau, das so genannte „Urdonautal“.

  • Eichstätt: Die barocke Bischofs- und Universitätsstadt ist das Zentrum des Naturparks und bei Touristen sehr beliebt.

  • Kipfenberg

 

 

Altmühl bei Beilngries

  • Beilngries: gehörte früher zum Hochstift Eichstätt. Hier sind das barocke Rathaus oder die Frauenkirche zu sehen. Über der Stadt liegt das Schloss Hirschberg, welches früher als fürstbischöfliche Residenz diente.

  • Riedenburg: Der Luftkurort hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Das Kristallmuseum, Schloss Rosenburg mit Falkenhof oder Schloss Prunn, eine der besterhaltenen Ritterburgen Bayerns.

  • Kelheim: die frühere Residenzstadt der bayerischen Herzöge liegt am Anfang des Altmühl- und Donautals und eignet sich gut für Wander- und Radtouren, besonders auch für Schiffsfahrten. Bekannt ist die Befreiungshalle König Ludwigs I. und das Kloster Weltenburg. Außerdem beginnt hier der Archäologiepark Altmühltal.

 

Nördlich des Flusslaufes in Mittelfranken:

  • Weißenburg: Die ehemalige Römerstadt und freie Handelsstadt mit der Wülzburg liegt direkt am historischen Limes.

  • Berching

  • Thalmässing

  • Greding: Auch die Stadt der 21 Türme genannt. Ist idealer Ausgangspunkt für Wanderungen oder Radtouren. Sehenswert ist aber auch die historische Altstadt und das fürstbischöfliche Jagdschloss.

 

Südlich des Flusslaufes in Oberbayern:

  • Altmannstein, Markt;

Mobilität

  • FreizeitBus im Donau- und Altmühltal: · Der FreizeitBus für Wanderer, Radfahrer und Ausflügler fährt von Frühjahr bis Herbst mit 3 Linien im Altmühltal zwischen Eichstätt und Regensburg. Ein Fahrradanhänger ist immer mit dabei. ·

Linie 1: Riedenburg - Kelheim - Regensburg - und zurück, · Verkehrt jeweils 3 mal an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von Karsamstag bis 3. Oktober.

Linie 2: Eichstätt - Kinding Bahnhof - Beilngries - Dietfurt - Riedenburg - und zurück, · Verkehrt täglich vom 1. Mai bis 3. Oktober

Linie 3: Kelheim - Weltenburg - Eining - Bad Gögging - Neustadt an der Donau - Abensberg, · Verkehrt jeweils 3 mal an Samstagen und Sonn- und Feiertagen von Karsamstag bis 3. Oktober.

Kanal-Altmühl-Express mit Bahnanschluss aus Nürnberg: · Neumarkt, Bahnhof − Berching − Beilngries − Dietfurt a.d.Altmühl und zurück. · Verkehrt jeweils 2 mal an Sonn- und Feiertagen vom 1. Mai bis 1. November.

  • Panoramaschiff "Altmühlperle" zwischen Kelheim - Riedenburg - Dietfurt, April bis Oktober

  • Personenschifffahrt im Altmühltal von Beilngries nach Kelheim oder von Kelheim nach Dietfurt von Ende April bis Oktober

 

Altmühlbahn

Die Bahnstrecke Ingolstadt–Treuchtlingen (auch Altmühlbahn) wurde am 12. April 1870 als Teil der ersten direkten Bahnverbindung von Ingolstadt nach Nürnbergeröffnet. Bis dahin dauerte die Reise von München nach Nürnberg über Augsburg noch neun Stunden, die neue Strecke verkürzte die Fahrtzeit beträchtlich und hatte seinerzeit daher auch strategische Bedeutung, sie machte Ingolstadt und Treuchtlingen zu überregional wichtigen Eisenbahnknoten.

 

Ab dem Halt Eichstätt Bahnhof verläuft die Bahntrasse im Flusstal und folgt in einer landschaftlich hoch attraktiven Route den Windungen der Altmühl, zwei davon fast mit 180°. Die zweigleisige Strecke erschließt mit eher gemächlicher Reisegeschwindigkeit das Kernstück des Naturparks mit zahlreichen Jurafelsen an den Talhängen und den weltbekannten Solnhofer Steinbrüchen, sie ist weltweit Vorbild für viele Modelleisenbahnlandschaften mit Eisenbahnbrücken und Tunnels.

 

Die Haltestellen an diesem 29 km langen Teilstück im Altmühltal sind (von Nord nach Süd) Treuchtlingen, Pappenheim, Solnhofen, Rennertshofen, Dollnstein, Obereichstätt und Eichstätt (Bahnhof). Die Strecke wird von der DB im zweistündigen Wechsel von den beiden Regionalbahnen München – Ingolstadt – Treuchtlingen – Nürnberg und München – Ingolstadt – Treuchtlingen befahren, alle Züge halten an allen Stationen, die damit im Stundentakt bedient werden. (wikipedia: Bahnstrecke Ingolstadt – Treuchtlingen).

 

Die 2006 eröffnete ICE-Stecke Ingolstadt - Nürnberg verbindet heute die beiden Städte in fahrplanmäßigen 31 Minuten und entlastet die Bahnstrecke Ingolstadt – Treuchtlingen komplett vom Fernverkehr der Bahn.

Quelle:Wikipedia